Edwardianische Stil-Ringfassungen

Ca. 1901 – 1915

Wenn Jugendstil ein wilder Garten und Art Déco ein Wolkenkratzer ist, dann ist Edwardianischer Schmuck feine Spitze. Benannt nach König Eduard VII. steht diese Epoche für den Höhepunkt der Handwerkskunst, geprägt von einer leichten, luftigen und „weiß-auf-weiß“ Ästhetik. Es war die erste Epoche, die Platin umfangreich einsetzte, was es Juwelieren ermöglichte, unglaublich filigrane, feminine Designs zu schaffen, die überraschend langlebig sind.

FAQs

Edwardianische Ringe stehen ganz im Zeichen von Kurven, Spitze und floralen Mustern (feminin), während Art Deco für gerade Linien, Dreiecke und kräftige Farben (maskulin/industriell) steht. Edwardianische Ringe beschränken sich außerdem fast ausschließlich auf eine „weiße“ Farbpalette (Platin und Diamanten).

Sie wirken zart, sind aber oft aus Platin gefertigt und daher bemerkenswert robust. Aufgrund der winzigen „Ecken und Kanten“ in der Filigranarbeit benötigen sie jedoch häufigere Reinigung, um Staub fernzuhalten, der das Funkeln des Diamanten trüben könnte.

Um den Ring „zeitgemäß“ zu halten, verwenden Sie einen Alten Europäischen Schliff oder einen Old Mine Cut. Diese Steine haben eine höhere Krone und einen größeren „Tisch“ (die Facette am Boden), was ihnen ein weiches, leuchtendes Funkeln verleiht, das im Abendlicht unglaublich aussieht.

Authentische edwardianische Ringe waren fast immer Platin. Die Stärke von Platin ermöglichte es edwardianischen Schmieden, das Metall zu drahtdünnen Fäden zu ziehen, ohne dass es brach. Wenn Sie den authentischsten Look wünschen, wählen Sie Platin oder 18 Karat Weißgold.

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Weitere Tipps

Um eine echte Edwardianische Fassung zu wählen, achten Sie auf diese drei Säulen des Designs der Ära:

1. Filigran & Durchbrucharbeit

Edwardianische Ringe sind berühmt für Filigran—zarte Fäden aus Edelmetall (meist Platin), die zu filigranen Mustern verwoben sind. Dies führt oft zu einem „durchbrochenen“ Look, bei dem man durch Teile der Fassung hindurchsehen kann, wodurch das Metall wie mit Diamanten besetzte Spitze wirkt.

2. Milgrain-Kante

„Milgrain“ bedeutet „tausend Körner“. Es bezieht sich auf die winzigen, perlenartigen Zierkanten entlang der Ränder der Fassung. In der Edwardianischen Ära wurde dies von Hand gemacht, um Textur und einen sanft schimmernden Rahmen um den Mittelstein zu schaffen.

3. Seiden- & Spitzenmotive

Designer dieser Zeit waren stark von der High-Fashion der Elite beeinflusst. Achten Sie auf Motive wie:

  • Girlanden und Kränze: Blumige Arrangements, die sich um den Diamanten „legen“.
  • Bänder und Schleifen: Metall, das weich und gebunden aussieht.
  • Quasten: Tropfenförmige Akzente.